MVP Terminologieserver: Die Grundlage für semantische Interoperabilität

Wie wir mit dem BAG den ersten Basisdienst für den Schweizer Gesundheitsdatenraum vorbereitet haben
Stell dir vor, drei Spitäler dokumentieren dieselbe Diagnose, aber jedes nutzt einen anderen Code dafür. Tauschen sie ihre Daten aus, versteht das eine System nicht, was das andere meint. Genau hier setzt ein Terminologieserver an. Und genau so einen durften wir gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf die Beine stellen.
Resultate
Grundlage für semantische Interoperabilität geschaffen
Ersten Basisdienst für den Swiss Health Data Space entwickelt
Open-Source-Technologie nachhaltig weiterentwickelt
healthinal Services
Architecture
Development
Requirements Engineering
Testing
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Mit dem Terminologieserver haben wir eine wichtige Grundlage für die semantische Interoperabilität im Schweizer Gesundheitswesen geschaffen. Besonders geschätzt habe ich die unkomplizierte Zusammenarbeit und den konstruktiven Austausch während des gesamten Projekts.

Stefanie Neuenschwander
Product Owner Terminologieserver
eHealth Suisse
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Worum ging es?

Das BAG baut mit dem Swiss Health Data Space (SwissHDS), dem Schweizer Gesundheitsdatenraum, eine gemeinsame Grundlage für digitale Gesundheitsdaten. Der erste Basisdienst darin ist ein nationaler FHIR-Terminologieserver.

Was macht so ein Server? Er sorgt für semantische Interoperabilität. Einfacher gesagt: Er sorgt dafür, dass unterschiedliche Systeme dieselbe Sprache sprechen. Er importiert zum Beispiel SNOMED CT, ein international genutztes medizinisches Klassifikationssystem oder auch die ValueSets des elektronischen Patientendossiers (EPD) sowie von weiteren FHIR Austauschformaten. Dazu prüft er Daten und stellt Standardoperationen nach dem FHIR-Standard bereit, dem heute wichtigsten internationalen Standard für den digitalen Datenaustausch im Gesundheitswesen.

In der Ausschreibung des BAG hatten wir die Chance, einen ersten funktionsfähigen Stand zu entwickeln und bereitzustellen: ein Minimum Viable Product (MVP). Dieses MVP dient als Ausgangspunkt für den SwissHDS und kommt auch im EPD sowie in weiteren Projekten im Gesundheitswesen zum Einsatz.

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Übersicht der Terminologie Komponenten und Beziehungen in FHIR, Quelle: https://hl7.org/fhir/R5/terminology-module-relationships.png

Was wir gemacht haben

  • Funktionalitäten und Inhalte analysieren: Wir haben die Anforderungsanalyse und die Zusammenstellung der benötigten Inhalte unterstützt.
  • HAPI FHIR weiterentwickeln: Wir haben das MVP auf Basis von HAPI FHIR weiterentwickelt, einer etablierten Open-Source-Lösung.
  • In einer Sandbox deployen: Wir haben den Dienst in einer Sandbox als Service deployed.
  • An die Open-Source-Community zurückgeben: Wir haben unsere Weiterentwicklungen dokumentiert und teilweise in die Community zurückgeführt. So profitieren nicht nur wir, sondern alle.

Ausserdem haben wir das Anforderungs-, Community- und Projektmanagement unterstützt.

Warum Open Source zählt

Ein Basisdienst für das ganze Land muss offen sein und gehört nicht in eine Blackbox, die nur wenigen zugänglich ist. Weil wir auf Open Source setzen und unsere Arbeit an die Community zurückgeben, bleibt der Terminologieserver nachvollziehbar, überprüfbar und langlebig. Andere können darauf aufbauen, statt das Rad neu zu erfinden.

Wie es weitergeht

Das MVP ist der Anfang. Es zeigt, dass die technischen Prozesse funktionieren, und liefert die Grundlage zum Weiterentwickeln. Im September 2026 steht der nächste Test an: An einem Digital Health Projectathon wird der Terminologieserver auf Herz und Nieren geprüft.

Wir freuen uns, dass wir den ersten Stein für den Schweizer Gesundheitsdatenraum mitlegen durften.

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